Update – Märchentage 2020 auf 2021 verschoben !

Der Vorstand der Märchen-Stiftung Walter Kahn hat am 02.06.2020 die aktuelle Lage erneut bewertet und nun final beschlossen, unsere Märchentage zum Thema „Märchen und Migration“ auf das Jahr 2021 zu verschieben. Die aktuelle Situation gibt der Stiftung als Veranstalter leider nicht ausreichend Planungssicherheit, weshalb wir uns nun doch gegen die Durchführung im Jahr 2020 entschieden haben.

Auch wir bedauern diese Entscheidung, aber in solch ungewissen Zeiten ist eine Planung und die Umsetzung für alle Beteiligten sehr schwierig zu gestalten. Zum einen kann uns der Veranstaltungsort – nach jetzigem Stand – nicht ausreichend Kapazitäten unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen zur Verfügung stellen. Zum anderen möchten wir verhindern, dass Interessierte aus gesundheitlichen Bedenken nicht teilnehmen. Mit einem Ersatztermin im Folgejahr möchten wir für alle die Möglichkeit der Teilnahme einräumen.

Alle bereits erfolgten Reservierungen werden storniert und bereits erfolgte Zahlungen kostenfrei in Kürze komplett erstattet.
Geplanter Termin für die Tagung in Münsterschwarzach ist der 08.09.2021–10.09.2021, den sich Interessierte gerne vormerken können.

Auch unsere Preisverleihungen werden nicht wie gewohnt stattfinden können, hier befinden wir uns noch in Klärung.

Wir danken für Ihr Verständnis.

Update in der Corona-Zeit zu unseren Veranstaltungen 2020

Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Corona-Zeit hat sich der Vorstand der Stiftung in der 19. KW erneut beraten, um zu entscheiden, ob die Märchentage vom 16.09.-18.09.2020 in Münsterschwarzach sowie die Preisverleihungen am 17.09.2020 in Volkach wie geplant stattfinden sollen.
Die derzeitigen Lockerungsmaßnahmen lassen die Annahme zu, dass diese Veranstaltungen stattfinden dürfen. Die Märchen-Stiftung möchte daher optimistisch in die Zukunft schauen und hat sich somit für die Durchführung ausgesprochen. Nach wie vor gilt es, die Lage zu beobachten und sich an den gesetzlichen Bestimmungen zu orientieren.

Wir freuen uns auf eine spannende Tagung und hoffen auf viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Hier gelangen Sie zum Programm und zu den Anmeldemodalitäten.

Bleiben Sie gesund!

Ankündigung der Märchentage 2020

Vom 16. – 18. September 2020 lädt die Märchen-Stiftung Walter Kahn zu ihren alljährlichen Märchentagen zum Thema
Märchen und Migration“ ins Gästehaus der Abtei Münsterschwarzach ein.

Märchen sind nationales und weltweites Kulturerbe. Bevor sie in Büchern fixiert wurden, waren essentielle Ingredienzien dieser Gattung (Motive und –ketten, Figurenkonstellationen, paradigmatische Handlungsverläufe) auf Wanderschaft. Ihre Überlebensfähigkeit war und ist gebunden an ihre Fähigkeit, sich in jeweils neue Kulturen zu integrieren und – im Zusammenspiel von Adaption und Akkomodation, also wechselseitiger Befruchtung – ihre jeweilige Eigenständigkeit herauszubilden. Märchen sind im Bereich der Literatur Pioniere der Migration. Außer der Fabel gibt es wohl keine andere literarische Gattung, die in gleicher Weise durch Migrationsbewegungen bestimmt ist.

Die Tagung will den Anstoß geben, das Märchen als Resultat länderübergreifender Transformationsprozesse zu analysieren, und sie ist ein Versuch, Märchen im Lichte aktueller Migrationsbewegungen neu zu erkunden.

Die Reichweite der Themenstellung bedarf der Eingrenzung. Eine Möglichkeit besteht darin, den Begriff der Migration im Rahmen aktueller Flüchtlingsbewegungen zu betrachten und sich auf die Märchenschätze jener Kulturen zu beschränken, aus denen die Mehrheit der Geflüchteten seit 2015 nach Deutschland kommen – also auf den arabisch/persischen und afrikanischen Raum. Durch diese Fokussierung kann das universelle Thema ‚Märchen und Migration‘ sowohl volkskundlich/komparatistisch/sozialhistorisch vertieft als auch in seiner politische Relevanz akzentuiert werden.

Damit ergibt sich die Möglichkeit,

  • unsere nationale narrative Kultur als ein hybrides Gebilde zu betrachten, das seine Spezifik auch durch den Austausch mit fremden Kulturen gewonnen hat,
  • Türen zu öffnen zum Verständnis ‚des Anderen‘, des ‚Fremden‘, d.h. durch die Analyse und Reflexion von narrativen Zeugnissen aus der kulturellen Mitgift der Geflüchteten unseren eigenen Horizont zu erweitern und (Vor)urteile kritisch zu hinterfragen,
  • Praxisbeispiele vorzustellen, in denen über das Märchenerzählen mit Kindern und Erwachsenen der wechselseitige Kulturtransfer erfolgreich realisiert werden kann.

Ergänzt werden die theoretischen Beiträge durch interaktive/dialogische Zwischenspiele. Professionelle ErzählerInnen aus der Türkei, aus Syrien und dem Iran werden in deutscher Sprache Märchen erzählen, in denen Wandermotive eine tragende Rolle spielen. Die Zuhörenden sind aufgefordert, mit ihren Assoziationen auf diese Präsentation zu reagieren. Sie werden damit aktiv in die Auseinandersetzung mit dem Thema einbezogen.

Programm (veröffentlicht im März 2020)
Das ausführliche Programm entnehmen Sie bitte unserem Flyer.

Anmeldung
Anmeldungen sind bis zum 1. September 2020 an die Geschäftsstelle der Stiftung erbeten, gern auch per E-Mail an: maerchentage2020@maerchen-stiftung.de

Kursgebühr
Die Kursgebühr setzt sich aus der Seminargebühr in Höhe von
145,00 € (Studenten 75,00 €), sowie einer Unterbringungs-/
Verpflegungspauschale zusammen.
295 € für Seminargebühr, Unterkunft im EZ und Verpflegung.
275 € für Seminargebühr, Unterkunft im DZ und Verpflegung.
200 € für Seminargebühr und Verpflegung, ohne ÜN.
135 € für Studierende inkl. Seminargebühr, Verpflegung und ÜN
bei Unterbringung im Mehrbettzimmer.

Veranstalter
Märchen-Stiftung Walter Kahn, Postfach 1130, 97326 Volkach,
Tel. +49 9381 5764490; Fax +49 9381 5764491

Organisation
Die inhaltliche Konzeption liegt bei Prof. Dr. Kristin Wardetzky (Berlin).

Weitere Informationen:
Sollte es im Zuge der gesetzlichen Vorkehrungen (gesetzlich vorgeschriebene Corona-Präventionsmaßnahmen) auch im September noch zu Veranstaltungsabsagen kommen, was ggf. zu einer Absage unserer Veranstaltung führen würde, werden die im Voraus geleisteten Kursgebühren selbstverständlich zurück erstattet.

Link zur Pressemitteilung.