Lutz-Röhrich-Preis

Der Lutz–Röhrich–Preis für volkskundlich historisch-vergleichende Erzählforschung der Märchen-Stiftung Walter Kahn (München) im Bundesverband Deutscher Stiftungen e. V. zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird seit 1994 alljährlich in Höhe von 2.500 EUR vergeben.

Letzter Termin für die Bewerbungen ist jeweils der 31. Januar.

Einzelheiten:

  • Die Märchen-Stiftung Walter Kahn wurde zur Pflege und Förderung des überlieferten europäischen Märchengutes gestiftet. Der LUTZ-RÖHRICH-PREIS dient der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern auf dem Gebiet der volkskundlichen, historisch-vergleichenden Erzählforschung.
  • Der Preis kann vergeben werden auf Grund von Eigenbewerbungen oder auf Vorschlag von Hochschullehrern der Volkskunde, Pädagogik, Literaturwissenschaft, Erzählforschung u.ä. für die beste vorgelegte studienabschließende Dissertation, Magister-, Bachelor-, Master-, Diplom- oder Lizentiatsarbeit in deutscher Sprache an Universitäten oder Pädagogischen Hochschulen.
  • Die Arbeit darf nicht länger als zwei Jahre vorher abgeschlossen und nicht mit einem anderen Preis prämiiert worden sein. In der Regel sollte die Arbeit noch nicht rezensiert sein oder in gedruckter Form mit ISBN vorliegen.
  • bis zum Ablauf der Frist sind einzusenden: ein gebundenes Exemplar der Arbeit, sowie eine PDF-Datei, ein handschriftlicher Lebenslauf (Fließtext oder tabellarisch) des Bewerbers/der Bewerberin bzw. Vorgeschlagenen und ein/zwei Gutachten durch den/die zuständigen Hochschullehrer.
  • Über die Preisvergabe entscheidet eine von der Stiftung bestimmte fachkundige Jury. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bewerbungen sind zu richten an die Geschäftsstelle der Märchen-Stiftung Walter Kahn.

Hier können Sie sich die Einzelheiten/Voraussetzungen zur Einreichung im PDF-Format abrufen.

Preisträger

  • 2019 für Dr. Dieter Brand-Kruth,
    „ ‚Die Bremer Stadtmusikanten‘ – eine soziokulturelle Studie“, Dissertation an der Universität Bremen
    (zur Pressemitteilung 2019)
  • 2018 für Dr. Acakpo Constant Juladie Sedote,
    „Hàn oder Volksgesänge: Populäre Lieder als Indikatoren für Weltanschauung und Glaubensvorstellungen der Mahi (Benin)“ Dissertation am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie der Universität Bamberg
    (zur Pressemitteilung 2018)
    (zur Laudatio von Gundula Hubrich-Messow)
  • 2017 für Lina Sophie Dolfen,
    „Die Märchenbilder von Wassily Kandinsky. Zum Phänomen des visuellen Märchens in Kandinskys Frühwerk.“ Masterarbeit Universität Bonn
    (zur Pressemitteilung 2017)
    (zur Laudatio von Rainer Wehse, Volkach)
  • 2016 für Ute Hager,
    „Mein Haus ist draußen im dunklen Wald“ Literaturgeografische Betrachtung der Wälder und Bäume in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Masterarbeit Universität Passau
    (zur Pressemitteilung 2016)
    (Laudatio Helga Zitzlsperger, Volkach, im Märchenspiegel 4/16)
  • 2015 für Caroline Hennen,
    Märchenraum als Raumpraktik, Michel de Certeaus Raumtheorie in der Märchenverfilmung Snow White and the Huntsman, Bachelorarbeit Universität Bonn
    (zur Pressemitteilung 2015)
    (Laudatio Siegfried Becker, Volkach, und Dankesworte im Märchenspiegel 4/15)
  • 2014 für Steffen Retzlaff,
    Erzähltyp, Märchenmotiv und Märchenfilm in der tschechischen Rezeption am Beispiel von „Tři oříšky pro Popelku“/Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Universität Dresden
    (Laudatio Rainer Wehse, Volkach, im Märchenspiegel 4/14)
  • 2013 für Martin Schröder,
    Aasen, Asbjørnsen, Askeladden. Nationalismus und Sprachenstreit im Spiegel der norwegischen Zaubermärchen. Magisterarbeit Universität Münster
    (zur Pressemitteilung 2013)
    (Laudatio Gundula Hubrich-Messow, Volkach, im Märchenspiegel 4/13)
  • 2012 für Jasmin Beer,
    Menschenfresser. Zur Anthropophagie im Märchen. Magisterarbeit Universität Jena
    (zur Pressemitteilung 2012)
    (Laudatio Sabine Wienker-Piepho, Volkach, und Dankesworte im Märchenspiegel 4/12)
  • 2011 für Dr. Juliane Egerer,
    Von Waldtrollen und Hauszwergen. Norwegens übernatürliche Wesen als Erzähl­figuren. Dissertation Universität Freiburg i.Br.
    (Laudatio Sabine Wienker-Piepho, Volkach, und Dankesworte im Märchenspiegel 1/12)
  • 2010 für Dr. Olena Kuprina,
    Märchentransformationen. Figurenanalyse zu russischen und ukrainischen Volks- und Literaturmärchen. Dissertation Universität Regensburg
    (Laudatio Siegfried A. Neumann, Volkach, und Dankesworte im Märchenspiegel 1/12)
  • 2009 für Dr. Regina Freyberger,
    „Ach! Wer ist das schöne Bild?“ Zu einem vergessenen Bereich deutscher Kunst: Illustrationen zu Grimms Märchen 1819–1945. Dissertation Universität München
    (Laudatio Stefaan Top, Volkach, im Märchenspiegel 4/09)
  • 2008 ausgesetzt
  • 2007 für Astrid Brüggemann,
    Calvinismus und die Brüder Grimm. Entstehung und Bearbeitung der „Kinder- und Hausmärchen“. Magisterarbeit Universität München
    (Laudatio Sabine Wienker-Piepho, Volkach, im Märchenspiegel 4/07)
  • 2006 für Dr. Maria Kaliambou,
    Heimat – Glaube – Familie. Wertevermittlung in griechischen Popularmärchen (1870–1970). Dissertation Universität München
    (Laudatio Sabine Wienker-Piepho, Volkach, im Märchenspiegel 1/07)
  • 2005 für Renate Erhart,
    Die Schöne und das Biest. Interpretation und Rezeption im Filmmedium. Diplomarbeit Universität Innsbruck
    (Laudatio Siegfried A. Neumann, Volkach, im Märchenspiegel 4/05)
  • 2004 für Anke Schmidt,
    Die Darstellung des Alters in den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm. Magisterarbeit Universität Bonn
    (Laudatio Helga Zitzlsperger, Volkach, im Märchenspiegel 4/04)
  • 2003 für Miriam Witte,
    Europäische Märchen im Vergleich – eine märchenbiologische und literaturwissenschaftliche Untersuchung anhand ausgewählter Beispiele. Staatsexamensarbeit Universität Braunschweig
    (Laudatio Sabine Wienker-Piepho, Volkach, im Märchenspiegel 4/03)
  • 2002 für Dr. Judith Laeverenz,
    Märchen und Recht. Eine Darstellung verschiedener Ansätze zur Erfassung des rechtlichen Gehalts der Märchen. Dissertation Universität München
    (Laudatio Siegfried A. Neumann, Volkach, im Märchenspiegel 4/02)
  • 2001 für Dr. Jessica Lütge,
    Liebe, Partnerschaft und Erlösung in den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm. Dissertation Universität Marburg
    (Laudatio Siegfried A. Neumann, Volkach, und Dankesworte im Märchenspiegel 4/01)
  • 2000 für Dr. Susanne Meier,
    Liebe, Traum und Tod. Die Rezeption der Grimmschen „Kinder- und Hausmärchen“ auf der Opernbühne. Dissertation Universität Wuppertal
    (Laudatio Lutz Röhrich, Volkach, im Märchenspiegel 4/00)
  • 1999 für Dr. Gabriele Brunner Ungricht,
    Die Mensch-Tier-Verwandlung. Eine Motivgeschichte unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Märchens in der ersten Hälfte des
    19. Jahrhunderts. Dissertation Universität Zürich
    (Laudatio Sabine Wienker-Piepho, Kassel, im Märchenspiegel 4/99)
  • 1998 für Dr. Harald Müller,
    Stimme und Feder – mündliche Tradition norwegischer Volksmärchen und ihre Verschriftlichung durch Asbjørnsen und Moe. Dissertation Universität Bochum
    (Laudatio Sabine Wienker-Piepho, Gelsenkirchen im Märchenspiegel 4/98)
  • 1997 mangels preiswürdiger Bewerbungen ausgesetzt
  • 1996 für Monika Huber,
    Märchenrezeption und Tiefenspychologie. Eine kritische Untersuchung der Sekundär­literatur an „Frau Holle“. Staatsexamensarbeit Universität Augsburg
    (Kassel, Laudator: Hans‑Jörg Uther).
  • 1995 für Dr. Holger Joerg,
    Die sagen- und märchenhafte Leinwand. Erzählstoffe, Motive und narrative Strukturen der Volksprosa im „klassischen“ deutschen Stummfilm (1910–1930). Dissertation Universität Freiburg i.Br.
  • 1994 für Dr. Majan Mulla,
    Eine vergleichende Studie der Grimms Märchen mit den Märchen in der Kannada-Sprache. Dissertation Universität Karnataka Dharwad/Indien
    (Laudation Helmut Fischer, Rheine, im Märchenspiegel 4/94)