Ankündigung Märchentage 2017

2017 widmet die Märchen-Stiftung Walter Kahn ihre alljährlichen MÄRCHENTAGE dem ThemaZwischen Arthaus und Traumfabrik: Der neue Märchenfilm und das neue Filmmärchen“.

Die Tagung findet vom 27. bis 29. September 2017 im Gästehaus der Abtei Münsterschwarzach statt.

„Märchen sind rebellierende und wache Geschichten, die ältesten utopischen Erzählungen“: Was der Philosoph Ernst Bloch einst über die Literaturgattung Märchen schrieb, ist auch für die Betrachtung des Märchenfilms ein Bezugspunkt. Denn dieses älteste Filmgenre, das in Georges Méliès einen seiner Väter fand, erzählt in immer wieder neuen Adaptionen und Formen Märchengeschichte(n) fort. Sei es als Reimport aus Hollywoods Traumfabrik, im Fernsehformat wie den ARD- und ZDF-Weihnachtsmärchen, im US-amerikanischen Mystery-Crime-Serienformat oder als Märchen-Parodie für TV oder Kinoleinwand. Diese kleine Auswahl zeigt, dass medial adaptierte Märchen – in welchen erzählerischen Transformationen auch immer – für verschiedene Zielgruppen konzipiert werden, unterschiedliche Medienformate bedienen, Erzählkonventionen und -schemata aufnehmen, hybridisieren und parodistisch brechen. Im Kontext der Tagung sollen neuere Verfilmungen von Literatur-, Medienwissenschaftlern und Filmschaffenden in den Blick genommen werden und auf die spezifischen Tradierungen und filmästhetischen Inszenierungen von Erzählstoffen bzw. märchenhaften Elementen in unterschiedlichen Medienformate hinterfragt werden.

Wir freuen uns auf zahlreiche, interessierte Teilnehmer.

Programm

Das vollständige Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer zur Tagung.

Anmeldung

Anmeldungen sind bis zum 1. September 2017 an die Geschäftsstelle der Stiftung erbeten, gern auch per E-Mail an: maerchentage2017@maerchen-stiftung.de

Kursgebühr

240 € für Seminargebühr, Unterkunft und Verpflegung.
135 € für Seminargebühr und Verpflegung, ohne ÜN.
85 € für Studierende.

Veranstalter
Märchen-Stiftung Walter Kahn, Postfach 1130, 97326 Volkach,
Tel. +49 9381 5764490; Fax +49 9381 5764491

Organisation
Die inhaltliche Konzeption liegt bei Prof. Dr. Ute Dettmar und Dr. Claudia Maria Pecher vom Institut für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt a. M. in Zusammenarbeit mit dem Kuratoriumsmitglied der Märchen-Stiftung Walter Kahn Prof Dr. Siegfried Becker vom Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft der Philipps-Universität Marburg.

Link zur Pressemitteilung.

Ankündigung Märchentage 2016

Bratenwunder, süßer Brei – oder Menschenfresserei?
Essen und Trinken im Märchen

vom 12. bis 14. Oktober 2016 in Münsterschwarzach

Essen und Trinken sind kulturtragende Kommunikationsformen. Man spricht darüber, man erzählt von kulinarischen Abenteuern in fernen Ländern, liebt oder verabscheut die Ethnoküche. Es gibt gerade beim Essen narrative Mechanismen, an denen Identitäten festgemacht werden, ja, das Sprechen über regionale oder nationale Spezialitäten gehört längst zu den Topoi unserer Alltagsrhetorik („managing ethnicity“). Aber nicht nur das: traditionelle Rezeptkenntnisse und Kochkünste werden von der UNESCO zum „cultural heritage“ erklärt!

Auch Märchen, Sagen, Schwänke, Lieder, Sprichwörter, Witze und besonders die sog. „modern urban legends“, haben Nahrungsaufnahme stets thematisiert, und gelten in diesem Sinne als kulinarische Kultur-Indikatoren. Entsprechend gelesen (oder gehört) – sagen sie viel aus über (historische) Ess- und Trinkgewohnheiten. Die Wahl des Themas war aber auch ein Sich-Verneigen vor der exquisiten Wein- und Esstradition an der Mainschleife. Kulturhistorisch ließe sich etwa fragen:

  • Was wurde wo gegessen?
  • Wie erträumte man sich die herrlichsten Mahlzeiten?
  • Woraus bestanden diese (Schlaraffenland-Utopien, die sog. „Bratenwunder“)?
  • Welche Bedeutung hatten Wein und Weinbau oder Bier und Bierbrauen? Was erzählt(e) man sich über Hunger und Durst?
  • Gab es Rituale oder Brauch-Bindungen (Hochzeitsessen, Leichenschmaus und Henkersmahlzeit)?
  • Welche Rolle spielte der Volks- oder Aberglauben?
  • Gibt es international vergleichbare Erzähltypen, Motive und Diskurse (Nahrungstabus, Vielfraß und Vieltrinker, Tischlein-deck-dich, Nahrungs-Vermehrungs-Wunder)?

Die Stiftung lädt in diesem Jahr zu einer besonders lustvollen Tagung ein. Wir freuen uns auf eine gemeinsame Diskussion dieser und weiterer Fragen.

Anmeldung

Anmeldungen sind bis zum 1. September 2016 per Briefpost, Fon, Fax oder E-Mail an die Geschäftsstellenadresse (maerchentage2016@maerchen-stiftung.de) erbeten.

Kursgebühr

230 € für Seminargebühr, Unterkunft und Verpflegung.
125 € für Seminargebühr und Verpflegung, ohne ÜN.

Veranstalter
Märchen-Stiftung Walter Kahn, Postfach 1130, 97326 Volkach,
Tel. +49 9381 5764490; Fax +49 9381 5764491

Organisation
Christine Shojaei Kawan & Sabine Wienker-Piepho

weitere Informationen und den Programmablauf entnehmen Sie bitte unserem Flyer.

 

Ankündigung Märchentage 2015

23.-25.09.2015

Erzählen und kulturelle Bildung: Modelle – Konzepte – Utopien.

Im Rahmen des Symposions I (23. – 25.9.2015) wollen wir Projekte vorstellen und diskutieren, in denen professionelle ErzählerInnen mind. 1 Jahr lang in Kitas und Schulen internationale Märchen und Mythen erzählen und in denen das Erzählen in die universitäre Ausbildung aufgenommen wurde. Diese Langzeitprojekte – finanziert über unterschiedliche Modelle – haben auf faszinierende Weise gezeigt, wie das freie Erzählen die Sprachbildung der Kinder fördert, wie sich ihre Konzentrationsfähigkeit und ihre Phantasie entwickelt, wie ihr Selbstwertgefühl und ihre sozialen Fähigkeiten wachsen. Die Ergebnisse dieser Projekte sind überwältigend! Deshalb will das Symposion den Anstoß geben, das freie Erzählen als unerlässlichen Bestandteil in die Curricula von Bildungseinrichtungen und in die Ausbildung der PädagogInnen zu integrieren.

Anmeldungen sind bis zum 1. September 2015 per Briefpost, Telefon, Fax oder E-Mail an die Geschäftsstellenadresse (maerchentage2015@maerchen-stiftung.de) erbeten.

PDF-Download: Flyer zur Tagung

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